Das Jahresrad

ist ein kraftvolles Werkzeug, das die Orientierung in der inneren und äußeren Welt erleichtern kann. Es verbindet zyklische Abläufe wie Tag und Nacht und die vier Jahreszeiten mit der räumlichen Dimension, den vier Himmelsrichtungen. Mehr Details zu den verschiedenen Symbolen auf dem Jahresrad befinden sich weiter unten auf dieser Seite.

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Inspiration

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Gegen Ende meines ersten Ausbildungsjahres mit dem Druid College, habe ich das Design für ein Jahresrad entworfen. Es basiert auf dem was ich gelernt und recherchiert habe, auf persönlichen Erfahrungen und dem was sich für mich stimmig anfühlt.

In verschiedenen Kulturen überall auf der Welt verbinden sich Menschen mit den vier Himmelsrichtungen und den vier Elementen. Verschiedene Tiere, Pflanzen, … werden in verschiedenen Traditionen verschiedenen Richtungen zugeordnet. Z.B. steht der Osten Mal für Luft und Mal für Feuer. Das scheint erstmal widersprüchlich, ergibt aber durchaus Sinn, denn die symbolischen Verbindungen sind an die jeweilige Landschaft angepasst.

Das Jahresrad ist ein Mandala des Lebens, es spricht in Symbolen und Bildern zu den ältesten Teilen unseres Bewusstseins. Es kann auf viele verschiedene Arten genutzt werden. Auf Baumwolle gedruckt, nutze ich das Bild als tragbares Altartuch. Es hilft mir dabei mich zu fokussieren, wenn ich eine besondere, bzw. heilige (von heil, ganz, ganzheitlich) Stimmung für ein Ritual herstellen möchte. Ich lege verschiedene Objekte auf das Tuch, wodurch es zusätzlich an Lebendigkeit gewinnt.

Bestellmöglichkeiten

Falls du gerne eine Kopie des Jahresrades bestellen möchtest, gibt es mehrere Möglichkeiten:

  1. Bestelle einen fotografischen Druck, eine Postkarte, ein Notizbuch, oder ein Kissen über meinen online Shop: in Graustufen oder in Farbe.
  2. Bestelle einen 60 x 60 cm Druck mit umweltfreundlicher Tinte auf Bio-Baumwolle. Das Bild ist dabei ebenfalls in Graustufen oder in Farbe erhältlich.  Die Bestellung geht dabei erstmal an mich, per Kontaktformular oder Facebook Nachricht. Da ich keine größere Produktion beabsichtige, sammle ich die Bestellungen bevor ich den Druck in Auftrag gebe. Der Preis beträgt 50 € inklusive Versand innerhalb Europas.

Falls du deine eigene Variante des Jahresrades hast und auf sie auf eine ähnliche Weise illustriert haben möchtest, melde dich  einfach per Kontaktformular.

Die verschiedenen Teile des Jahresrades

In diesem Abschnitt gebe ich eine Übersicht, aber werde nicht auf jedes Symbol im Detail eingehen. Ich denke es ist spannender das Bild zu erforschen und mit eigenen Bedeutungen zu verbinden, als es im Detail erklärt zu bekommen.

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Die vier Himmelsrichtungen und vier Elemente

Das Element Luft im Osten – steht für den Sonnenaufgang, Frühling, Geburt, Kindheit, neue Anfänge, Inspiration, den Himmel und den Geist.

Das Element Feuer im Süden – steht für die Sonne, Mittag, Sommer, die Jugend, Leidenschaft, Sexualität, Willenskraft und Motivation.

Das Element Wasser im Westen – steht für den Sonnenuntergang, den Mond, die Zeit der Elternschaft und Reife, den Herbst, die Emotionen.

Das Element Erde im Norden – steht für Mitternacht, Dunkelheit, Winter, den Boden unter unseren Füßen, den physischen Körper, das Alter, Tod und die Verbindung zu den Ahnen.

 

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Die acht Jahreskreisfeste und die zwölf Tierkreiszeichen

Auf dem äußeren Ring des Rades sind die Symbole der zwölf Tierkreiszeichen zu sehen.

Für mehr Informationen über die Jahreskreisfeste, empfehle ich die Seite des OBOD (Englisch) oder eigene Recherche in Büchern und auf Google.

 

 

 

 

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Acht Krafttiere

Oben angefangen und dann im Uhrzeigersinn sind ein Bussard, Hirsch, Schlange, Delphin, Eule, Dachs, Wolf und ein Bär dargestellt.

Das war keine leichte Entscheidung, denn alle Tiere sind so besonders und unterschiedlich, dass ich am liebsten alle Tiere mit einbezogen hätte. Jedes der acht Tiere steht aus bestimmten Gründen an dem entsprechenden Platz auf dem Rad.

Der Bär z.B. steht am Anfang des Frühlings, in der Zeit in der die Bären aus ihrem Winterschlaf erwachen und sich auf die Suche nach den ersten zarten grünen Pflänzchen machen. Des weiteren repräsentiert der Bär den jungen Sonnengott, der die Frühlingsgöttin durch den Wald begleitet.

 

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Acht Bäume

Folgende Bäume habe ich für das Jahresrad ausgewählt: im Osten angefangen und dann dem Uhrzeigersinn nach, sind Birke, Weißdorn, Eiche, Buche, Hasel, Eibe, Stechpalme und Fichte dargestellt. Die Bäume stehen in Verbindung mit den Jahreszeiten und Jahreskreisfesten. So steht z.B. die Eiche an der Stelle von Mittsommer, die Stechpalme an der Stelle von Mittwinter. Zu all diesen Details gibt es mythologische Geschichten und Hintergrundwissen.

 

 

 

Zwei „Baum-Schriften“ – die Runen und das Ogham

Da ich mich sowohl mit der nordischen, als auch mit der keltischen Mythologie beschäftige, habe ich mich dazu entschlossen, sowohl die Runen, als auch das Ogham-Alphabet in die Illustration mit aufzunehmen. Vielen Menschen erscheinen die Runen „düster“ oder unheimlich. Das liegt meiner Ansicht nach an dem Missbrauch, der im letzten Jahrhundert mit ihnen betrieben wurde. Meiner Meinung nach ist es an der Zeit diese schönen und magischen Zeichen in neuem Licht zu betrachten, denn die Runen stehen für universelle Weisheiten und Prinzipien, wie  der Ausgleich im Geben und Nehmen, oder ständiger Wandel. Ähnlich wie bei einem Tarotdeck stehen manche Runen für destruktive Kräfte, aber das heißt nicht, dass sie deshalb „schlecht“ oder „böse“ sind. Zerstörung ist oft eine Voraussetzung für Heilung und Neuanfang.

Für eine Einleitung zum Thema Ogham, empfehle ich Wikipedia.

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Die Mitte – der Weltenbaum und das Tor zum inneren Wald

Der Weltenbaum Yggdrasil steht im Zentrum des Bildes. Er ist die vertikale Achse, das Rückgrat, die axis mundi des Universums und verbindet so die oberen, mittleren und unteren Welten miteinander. Das Symbol des Weltenbaums wird im Schamanismus dazu verwendet auf eine innere Reise zu gehen.

Das Tor führt nach innen, in die Dimension des persönlichen Seelenlebens, in den inneren Wald.

Zwei Wächter stehen neben dem Baum, sie sind Stellvertreter von Gott und Göttin. Der Drache ist der Wächter des inneren Waldes. Wie der Uroboros der Alchemisten beißt der Drache sich in den eigenen Schwanz, ein Symbol der Einheit.


Für Fragen zu dem Bild und dem Jahresrad stehe ich gerne zur Verfügung.

Yannick Dubois