Yannick Dubois

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Qualifikationen

Kurz gefasst bin ich ein durch Kinder erprobter Sozialarbeiter, selbsternannter Künstler, in Indien ausgebildeter Yogalehrer und leidenschaftlicher Waldmensch. Seit einigen Jahren beschäftige ich mich mit Überlebens-Fähigkeiten (Wildkräuter als Nahrung und Medizin, Notunterkünfte bauen, … ) und mache derzeit in England eine Ausbildung  zum modernen Druiden (Mythologische Geschichten erzählen, Jahreskreisfeste feiern, … ).

Mein Anliegen besteht darin, sowohl den praktischen, als auch den energetisch/spirituellen Bereich der Natur immer besser kennen zu lernen und anderen Menschen dabei zu helfen ihre individuelle Beziehung zur Natur zu vertiefen.

Lebensfluß

Ein buntes und abwechslungsreiches Leben braucht auch ein wenig Struktur. Das folgende Symbol hilft mir dabei mich immer wieder neu auszurichten. Es benennt 4 Bereiche, in denen ich aktiv bin, Qualifikationen erworben habe und mein Leben lang weiter lernen möchte. Natur – Kunst – Mensch – Seele.

Zahlreiche Links verbinden diese Inhalte mit den anderen Bereichen dieser Seite, oder Internetseiten meiner Freunde und Lehrer. Diese Seite ist bewusst persönlich gestaltet, viel Spaß beim Lesen.

 

about-de1) Natur

Die lateinische Redensart „nomen est omen“ bedeutet „soviel wie „der Name ist ein Zeichen“. Der Familienname Dubois bedeutet im Französischen sowohl „vom Holz“, als auch „vom Wald“ und ist in Frankreich weit verbreitet. Für mich symbolisiert der Name eine Verbindung zu meinen Vorfahren, zu Menschen die im Wald und mit dem Wald gelebt haben, vielleicht als Holzfäller, Schreiner oder Kräuterkundige.

Bereits als Kind habe ich viel Zeit draußen verbracht. Ich war 14 Jahre lang bei den Pfadfindern und habe dadurch wertvolle Erfahrungen gesammelt; von Waldspielen über Knotenkunde, bis hin zu einer einwöchigen Reise flussabwärts auf einem selbstgebauten Floß.

Als ich 12 Jahre alt war, wollte ich Förster werden, damit ich möglichst viel Zeit in der Natur verbringen kann. Ich habe 3 Jahre lang eine Forstwirtschaftsschule besucht und mir Grundkenntnisse der Gärtnerei, Botanik und Baumpflege angeeignet.

Ab dem Alter von 18 Jahren war ich jeden Sommer mit meinem Rucksack auf Reisen, bin gewandert und per Anhalter kreuz und quer durch Europa gefahren, habe so einige Nächte alleine in dunklen Wäldern verbracht, gelernt auf Komfort zu verzichten und mich schnell an neue Situationen anzupassen.

reisen

Um mich tiefer mit der Natur und den Fähigkeiten unserer Ahnen zu verbinden habe ich Wildnistrainings bei Uwe Belz in Deutschland und Thomas Schorr-Kon in England absolviert. Dadurch konnte ich lernen mit einem Drillbogen selber ein Feuer zu entfachen, Hütten und Notunterkünfte zu bauen, Wasser zu filtern und vieles mehr.

Das Thema Wildkräuterernährung begleitet mich auch schon viele Jahre. Von den frischen Kräutern des Frühlings bis hin zu selbst gesammelten Kräutertees für den Winter vergeht bei mir kein Tag ohne die Heilkräuter. Viel Inspiration und praktisches Wissen erlange ich durch die Bücher von W.D. Storl, an dessen Workshops im Allgäu ich auch selbst schon teilnehmen durfte.

Vor allem als ich über den Winter 2013 wegen einer Borreliose Erkrankung drei Monate im Bett liegen musste und sich meine Sensitivität so gesteigert hat, dass ich W-Lan Strahlung in meinen Lymphknoten fühlen konnte, wurden mir immer mehr Zusammenhänge zwischen Pflanzen, Ernährung und Gesundheit bewusst. In dieser Zeit habe ich angefangen die Pflanzen nicht nur als Träger von Wirkstoffen zu betrachten, sondern sie als komplexe, ansprechbare und von uns Menschen unabhängige Wesen zu erfahren. Krankheiten können Lehrer sein, die wie eine Art Initiationsritual auf unser gesamtes Wesen einwirken.

Seit dem Herbst 2015 absolviere ich eine dreijährige Ausbildung zum modernen Druiden in England. Im Druid College lernen wir unter anderem auf unsere innere Stimme zu hören, die keltischen Jahreskreisfeste zu feiern und bedeutungsvolle Rituale in der Natur zu leiten.

2) Kunst

Was ist das eigentlich? So vieles kann Kunst sein: tanzen, zuhören, kochen, schreiben, etwas gestalten, die eigenen Gefühle und Ideen kreativ ausdrücken –  all das ist Kunst.

Für mich sind wir alle Künstler, nur manche von uns sehen sich als „Opfer der Umstände“ und beklagen sich über das schlechte Material, das ihnen zur Verfügung steht, während andere sich als Mit-Schöpfer in einer Welt voller Möglichkeiten sehen. Das Ghetto Tarot, an dem ich mitarbeiten durfte, beleuchtet und vertieft dieses Thema.

Ich kenne beide dieser Grundhaltungen von mir selbst, doch lebe ich in den letzten Jahren immer mehr in einem schöpferisch- aktiven Bewusstseinszustand und möchte andere Menschen dazu einladen auf ihre individuelle Art das Gleiche zu tun. „Ich kann nicht malen/singen/tanzen …“ geht fast immer auf eine Kränkung unseres inneren Kindes zurück. Diese Blockade lässt sich heilen! (Buchtipp: Der Weg des Künstlers – Julia Cameron)

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Mich fasziniert die Linie, das Licht und die Formen, sie sind eine Art universelle Sprache, die uns Menschen kulturübergreifend miteinander verbindet.

Ich war auf keiner Kunstuniversität, sondern habe mir das Zeichnen selbst beigebracht bzw. seit meiner Kindheit nie damit aufgehört. Das technische Wissen habe ich mir durch Aktzeichenkurse und Naturbeobachtung über mehrere Jahre erarbeitet und dieser Prozess ist nach wie vor in vollem Gange, wodurch auch meine Bilder sich ständig wandeln und verfeinern, ich neue Dinge ausprobiere und kombiniere. Die Kunst-Rubrik dieser Seite liefert einen Überblick, über das, was ich mache.

Wenn ich mit Stift und Papier oder meiner Kamera in den Wald gehe, erfasst mich oft eine Art Rauschzustand. Diese Medien helfen mir dabei mit dem Wald zu kommunizieren. Das Resultat des fertigen Bildes steht dabei oft nicht im Vordergrund. Die Bilder kommen durch mich durch, als Erfahrung der Begeisterung und Faszination für den Reichtum an Farben, Formen und Strukturen. Alles lebt, alles singt ein Lied.

3) Mensch

Unser ganzes Leben findet in Beziehungen statt. Auch mir selbst gegenüber kann ich Mal als guter Freund und Mal als gnadenloser Kritiker in Beziehung treten. Was passiert da in mir, in meinem Gegenüber, in der Menschheitsgeschichte?

Auf der Suche nach den eigentlichen Ursachen, den inneren Zusammenhängen, habe ich mich nach einer intensiven Phase der Depression mit Suchtzuständen und Selbstmordgedanken auf eine Reise der Selbsterforschung und Heilung begeben. Mit Hilfe psychologischer und spiritueller Techniken, der Unterstützung meiner Freunde, mit Büchern und Initiationen durch Lehrerpflanzen wie Ayahuasca, habe ich es geschafft mich Schritt für Schritt dem Leben gegenüber zu öffnen.

Dabei fand ich die Videos von Teal Swan über den Umgang mit Gefühlen, die Teilnahme an einem Workshop des „Holotropen Atmens“ mit Stanislav Grof in Berlin und die Intimitäts- und Beziehungs-Workshops von Eli Buren – Men’s work und awakening Into Intimacy – besonders hilfreich.

Von 2005 bis 2010 habe ich einen Abschluß als Diplom Sozialarbeiter gemacht. Während meines Studiums habe ich mich stark mit Psychologie, Soziologie und ethischen Fragen beschäftigt, habe in der Hochschulpolitik mit gemischt und mich für Studenten eingesetzt, die ein Praktikum im Ausland absolvieren wollten.

Ich war selber während des Studiums zweimal für jeweils ein halbes Jahr in Indien.

Während der ersten Reise war ich bei einer Organisation Namens MUHIL, wo ich von einer traditionellen indischen Ärztin Yoga gelernt und mit kastenlosen Männern und Frauen in einer Gemeinschaft gelebt habe.

Auf der zweiten Reise bin ich durch ganz Indien gereist, um Material für meine Diplomarbeit über Yoga und Erziehung – Erziehungskonzepte indischer Yogameister in Theorie und Praxis“ (Download) zu sammeln und meine Meditationspraxis in verschiedenen Schulen und Klöstern zu vertiefen.

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Nach meinen Aufenthalten in Indien habe ich angefangen Yoga zu unterrichten und Vorträge über die Geschichte des Yoga zu halten.

Auf meinen Reisen habe ich viele wundervolle Menschen kennen gelernt, wodurch sich ein Gefühl der Hoffnung und des Optimismus eingestellt hat. Ich habe durch Freiwilligenarbeit auf Festivals und in Ecovillages wie Auroville in Indien, Damanhur in Italien und Lammas in Wales, viele Einblicke in innovative und zukunftsweisende Projekte erhalten.

Seit 2010 habe ich 4 Jahre als Erzieher in zwei Kindergärten in Berlin und ein Jahr als Religionslehrer an einer Sekundarschule in Ostbelgien gearbeitet. Es ist ein großes Privileg Zeit mit Kindern zu verbringen, da ihre Unvoreingenommenheit und Neugierde ansteckend wirkt und es großen Spaß macht mit ihnen gemeinsam zu forschen und zu spielen.

Als Erzieher habe ich gelernt Gruppen zu leiten und die Verantwortung zu tragen, ohne die Kinder dabei durch Kontrolle zu erdrücken oder sie in einer Stimmung der Gleichgültigkeit alleine zu lassen.

Die Kinder haben es in dieser Welt nicht leicht. Sie werden von Fernsehen, Werbung, Fastfood, Technik und Plastik geradezu überrollt. Trotz materiellem Überfluß verhungern unsere Kinder nicht selten emotional und seelisch. Die Situation ist erschreckend.

Um so wichtiger ist es mir, jungen Menschen dabei zu helfen eine Beziehung zur Natur aufzubauen und ein gesundes Gleichgewicht in sich und mit anderen entwickeln zu können. Bedeutungsvolle Rituale und echte Initiation sind ein grundlegend wichtiger Bestandteil einer gesunden Gesellschaft und können nicht durch Besitz oder Konsumfeste wie das moderne Weihnachten ersetzt werden.

In den nächsten Jahren möchte ich gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin Kathy Naturworkshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene anbieten. Unser Anliegen ist es Erfahrungsräume zu erschaffen, in denen wir Kreativität, Naturkontakt und Selbstfindung miteinander kombinieren.

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4) Seele

Wir sind sowohl sterbliche Wesen, zu einer bestimmten Zeit an einen bestimmten Ort gebunden und wie alles Leben der Vergänglichkeit unterworfen, als auch unsterbliche Seelen, die aus der Ewigkeit kommen, immer mit ihr verbunden sind und in sie zurück kehren. Diese beiden Enden des Spektrums menschlicher Erfahrung versuche ich in meinem Leben zu vereinen.

Die Autobiographie eines Yogis hat mich stark geprägt und durch die Zeit in Indien fühle ich mich mit der Yoga-Tradition verbunden. Sowohl Hatha-Yoga als auch fortgeschrittene Meditationstechniken wie Vipassana und Kirya Yoga bereichern mein Leben und erleichtern mir den Zugang zur spirituellen Dimension unseres Daseins.

Nach der Zeit in Indien ist mir bewusst geworden, wie sehr wir Menschen in Europa von unseren eigenen spirituellen Wurzeln abgekappt worden sind. Die Bücherregale sind voll von altem Wissen anderer Kulturen. Viele von uns reisen durch die ganze Welt, inspirieren sich bei den Stammeskulturen der Indianer, bei den Schamanen in Südamerika oder Afrika, bei den Zen-Mönchen und Buddhisten in Asien und diese Möglichkeiten zu haben ist unglaublich wertvoll.

Die höchsten Weisheiten sind alle universell und lassen sich auf jeden Menschen zu allen Zeiten übertragen, doch was mir lange gefehlt hat, war die Anbindung an die Landschaft in der ich lebe, an die hier vorkommenden Tiere, Bäume und Pflanzen und an unsere Jahreszeiten.

Unsere naturverbundenen keltischen Vorfahren haben zwar keine Schriften hinterlassen, doch ist ihr Erbe noch deutlich spürbar. Die Drachen, Naturwesen, Zauberer und Hexenkessel leben nach wie vor in unserer Imagination, spiegeln sich wieder in Kinofilmen, Computerspielen und Büchern wie der „Herr der Ringe“. Was für uns heute als Märchen daher kommt oder wie reine Fiktion aussieht, beruht auf einem wahren Kern.

Durch schamanische Techniken ist es möglich sich mit der Landschaft, den Elementen, Bäumen und Tieren zu verbinden und zu kommunizieren. Darum geht es auch in meiner Ausbildung im Druid College und ich würde gerne in den kommenden Jahren ein Buch zu diesem Thema verfassen.

Ich bedanke mich für deine Neugier und dein Interesse.

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